Kinderorthopädische Sprechstunde

Ihr Kinderorthopäde erkennt, beurteilt und behandelt Fehlbildungen, Wachstumsstörungen, Erkrankungen und Verletzungen der Stütz- und Bewegungsorgane. Er entscheidet, wann und wo vorbeugend eingegriffen werden muss, wann möglicherweise auch eine Operation notwendig ist und welche Auffälligkeiten sich im Laufe der Entwicklung selbst kurieren können. Eine Behandlung muss wegen des im Wachstum befindlichen Knochens genau beurteilt und über einen großen Zeitraum beobachtet werden.

Im Kleinkindalter, Vorschulalter und innerhalb der ersten Schuljahre gibt es Reifestörungen der heranwachsenden Knochen. Beispiele: Schlatter-Erkrankungen der Kniegelenke, Perthes-Erkrankung der Hüftgelenke, kindlicher Knickfuß. Während der gesamten Wachstumsphase kann es durch verschiedene Ursachen bedingt zu einer seitlichen Verkrümmung der Wirbelsäule kommen (Skoliose). Es gilt die Störung frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. In der Pubertät kann es zu einer Rundrückenbildung – sog. Scheuermann-Erkrankung – kommen.

Was Eltern tun können:
Den Eltern wird empfohlen die Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Dabei wird in unterschiedlichen Abständen die Entwicklung des Kindes untersucht. Diese Vorsorgeuntersuchungen beginnen beim einige Tage alten Säugling mit der U1 und enden mit beginnender Pubertät (U12).

Auf jeden Fall sollten die Eltern beim geringsten Verdacht auf eine Wachstumsstörung oder eine Auffälligkeit der Haltung und Bewegung ihres Kindes einen Orthopäden aufsuchen. Auch erkennbare oder geäußerte Beschwerden der Kinder müssen ernst genommen werden. Denn bereits manifestierte Schäden sind schwieriger zu therapieren als früh erkannte Erkrankungen.